Depotkonto

Generelle Informationen:
Ein Depotkonto ist eine buchungstechnische Verwahrmöglichkeit für Wertpapiere aller Art wie Aktien, Fonds, Zertifikate, Optionsscheine, Anteilscheine, Wandelanleihen oder Schatzbriefe. Besitzt od. handelt man mit Wertpapieren, benötigt man ein Depotkonto! Wird ein Online-Depotkonto bei einer Direktbank geführt, kann der Inhaber die im Depot befindlichen Wertpapiere verwalten, neue Wertpapiere kaufen od. vorhandene verkaufen. Damit ist ein eigenständiger Aktien -und Wertpapierhandel gewährleistet.

Zusätzlich benötigt der Depotinhaber ein Referenzkonto od. Verrechnungskonto. Dieses wird im Regelfall als Girokonto oder Tagesgeldkonto geführt. Es wird benötigt, damit die Erträge aus Dividenden u. Zinsen auf ein direkt zugängliches Konto angewiesen werden können. Üblicherweise werden heute seitens der Banken Kombinationen aus Depot und Verrechnungskonto angeboten.


Depotkosten und Orderkosten:
Ein Depot wird heute üblicherweise kostenfrei ohne monatliche/jährliche Depotgebühren seitens der Banken angeboten. Einige wenige Banken berechnen einen kleinen Obulus für die Kontoführung oder machen die kostenlose Kontoführung von einer Mindestanzahl an Trades pro Quartal abhängig.

Möchte der Depot-Inhaber Wertpapiere kaufen oder verkaufen, werden seitens der Bank sogenannte Orderkosten erhoben. Diese staffeln sich preislich u. sind in der Regel vom Ort des Handels abhängig. Günstige Orderkosten finden sich im Regelfall beim Handel über Xetra sowie deutschen Parkettbörsen. Steigende Orderkosten sind zu verzeichnen beim ausserbörslichen Handel sowie beim Handel über Auslandsbörsen wie zB. NYSE, NASDAQ oder Euronext.
Gegebenenfalls werden zu den Ordergebühren noch Börsenplatz-Gebühren od. sonstige Fremdkosten berechnet.


Handelsplätze:
Der Handel, d.h. der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren jeglicher Art kann auf einem oder mehreren Börsenplätzen stattfinden.

• Xetra
(Exchange Electronic Trading) Elektronisches Handelssystem der Deutsche Börse AG für den Kassamarkt mit Zentralrechner in Frankfurt am Main.

• Deutsche Parkettbörsen
Der wichtigste deutsche Börse ist die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) inklusive der beiden elektronischen Handelsplattformen XETRA und EUREX . Weitere Börsenplätze sind Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Berlin sowie Bremen. Diese Börsen werden als Regionalbörsen bezeichnet.

• Ausserbörslicher Handel
Der ausserbörsliche Handel, auch OTC-Handel (Over The Counter) genannt, bezeichnet finanzielle Transaktionen, die nicht über eine Börse abgewickelt werden.

• Auslandsbörsen
International wichtige Auslandsbörsen sind zB. New York Stock Exchange (NYSE), die New York Mercantile Exchange (NYMEX), die NASDAQ oder die EURONEXT. Weitere relevante Börsen haben ihren Sitz in London, Tokyo, Hong Kong, Singapur, Toronto und in der Schweiz (SIX Swiss Exchange) mit den Standorten Genf, Basel und Zürich.